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5. Hypertext Transfer Protocol
Das Hypertext Transfer Protocol ist ein einfaches, zustandsloses, objektorientiertes Protokoll,
über welches WWW-Server und WWW-Clients miteinander kommunizieren. Es verwendet
dabei TCP als Transportprotokoll. Die Funktionsweise von HTTP kann man sich als Dialog
vorstellen:
Ein Client baut eine Verbindung zum Server auf, sendet seine Anfrage (sogenannter Request:
Im Regelfall verlangt er ein bestimmtes Objekt zu lesen.) an den Server, und erhält auf
gleichem Wege die Antwort (sogenannter Response: das gewünschte Objekt oder eine
Fehlermeldung). Nach der Übertragung der Daten wird die Verbindung wieder beendet.
5.1. Angriffe über HTTP
Aufgrund seiner Einfachheit sind Angriffe auf HTTP selbst kaum denkbar. Jedoch sind
Attacken durch dieses Protokoll durchaus möglich. Besonders Angriffe auf WWW-Server sind
sehr beliebt. Diese werden besonders dadurch erleichtert, dass in HTTP mehrere
Internetdienste genutzt werden können. Des weiteren besitzen die Web-Browser einige
Sicherheitslücken, durch die Surfer über HTML-Seiten zu Opfern werden. Die meisten solcher
Angriffe sind jedoch eher lästig als schädlich.
5.1.1. WWW Spoofing
Bei dieser Angriffsart wird eine URL-Adresse umgelenkt. Dafür muss der Angreifer jedoch
selbst einen Web-Server betreiben. Hinzu kommt, dass jemand zunächst auf diesen Web-
Server zugreifen muss bevor er Opfer werden kann. Dies versucht der Angreifer z.B. durch
aufdringliche Werbung zu provozieren (unter anderem z.B. durch Werbemails).
Fällt das Opfer darauf herein und greift auf eine Seite des präparierten Servers zu, wird ihm
ein Dokument mit ausschließlich gefälschten URLs präsentiert. Darin kann z.B. die Adresse
www.seriös.de auf www.angreifer.de/www.seriös.de umgeleitet werden. So wird dem Opfer
ein falsches Web vorgespielt. Enthält die gefälschte Seite beispielsweise eine vermeintlich
echte Eingabeaufforderung von Nutzerdaten, könnten diese so ausspioniert werden.
Anderenfalls ist es ferner möglich gefährlich Programme wie Viren oder Dialer auf den
Rechner einzuschleusen.
5.1.2. Angriffe mittels Script-Sprachen
Zur Gestaltung von Internetseiten haben sich diverse Script-Sprachen etabliert. Unter anderem
hat sich Java (ob nun als Java-Script oder auch Java-Applet) als beliebtes Mittel
herausgestellt. Damit lassen sich jedoch nicht nur tolle Effekte erzielen, sondern auch einige
oft nervtötende Aktivitäten hervorrufen. So könnte ein Angreifer z.B. eine Endlosschleife
mit Pop-Up-Fenster erstellen, welchem der Surfer nur noch mittels der Tastenkombination
[CTRL]+[ALT]+[DEL] entfliehen kann. Damit schließen sich jedoch auch alle anderen
geöffneten Browser-Fenster.
5.2. Schutz vor Angriffen auf HTTP
WWW Spoofing Angriffe sind leicht durch einen Blick auf die Statusanzeige des Browsers zu
entlarven, da hier die falsche Adresse zu sehen ist. Gegen Angriffe durch Scriptsprachen kann
man z.B. die entsprechenden Funktionalitäten in den Browsern deaktivieren. Generell bleibt
zu sagen, dass man den Inhalten des Internets nicht blind trauen sollte.
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