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4.1. Angriffe über SMTP
Angriffe über SMTP sind keine Schwierigkeit. Die Opfer sind nicht schwer zu finden, da
Email-Adressen im Internet leicht ausfindig zu machen sind. Allein ein Eintrag einer Adresse
in einem Forum kann von bestimmten auf die Suche solcher programmierten Programmen
ausfindig gemacht und für böswillige Zwecke verwendet werden.
4.1.1. Mail-Bombing
Beim Mail-Bombing wird der Empfänger mit gleichlautenden Emails bombardiert und somit
für das Runterladen bzw. Versenden anderer eventuell vorhandener Emails blockiert.
Eine Email-Bombe besteht aus einer einzigen Mail die an einen SMTP-Mailserver zur
Ausführung geschickt wird. Die Email-Adresse des Opfers ist allerdings gleich mehrfach als
Empfänger enthalten.
Nicht nur der Empfänger hat den Schaden, sondern auch der ausführende Mailserver, da er
bei entsprechend hoher Angabe von Empfängeradressen ebenfalls zu tun hat diese Emails zu
generieren und zu versenden. Im Extremfall kann eine solche Bombe zum Überlauf der
Festplatte führen, und der Mailserver unter Umständen den Dienst komplett einstellen.
4.1.2. Gefährliche Attachments
Durch MIME (Multipurpose Internet Mail Extensions) ist es möglich mittels Email
Programme, Bilder und Sounddateien in ASCII-Form zu versenden. Allerdings müssen es
nicht immer solch vergleichsweise harmlosen Dateien sein. So können auch ausführbare
Programme oder Postscript-Dateien im Anhang beiliegen, die nach dem Öffnen ihrerseits
wieder bedenkliche Aktionen starten können (z.B.: Viren). MIME-Nachrichten können jedoch
auch Befehle enthalten, die den Mailer zu bestimmten Aktionen befähigen. Einem Angreifer
kann es so unter Umständen möglich sein, z.B. über MIME, Dateien auf ein Zielsystem zu
kopieren.
4.1.3. Mail Spoofing
Bei dieser Attacke meldet sich der Angreifer (z.B. über Telnet) an Port 25 an und kann so
direkt mit dem SMTP-Server kommunizieren. Daraus resultierend ist es ihm genehmigt
Email-Nachrichten unter beliebigem Namen zu versenden. Glücklicherweise haben
inzwischen viele Server Sicherheitsmechanismen eingebaut, die einen solchen Vorgang
verhindern sollen. Allerdings gibt es auch einige Programme (z.B. GhostMailer), die noch
immer ein Hintertürchen offen halten.
4.2. Schutz vor Angriffen über SMTP
Als Schutzmaßnahme gegen Angriffe über SMTP lässt sich zunächst einmal sagen, dass
unangeforderte Attachments besonders von unbekannten Absendern nie geöffnet werden
sollten. Ein guter Virenscanner ist ebenfalls von Vorteil. Außerdem sollte die eigene Email-
Adresse nicht unbedacht überall hinterlassen werden. Bei einigen Angriffen ist es dem
Angreifer möglich Emails abzufangen, was besonders bei vertraulichen Mails schlimme
Folgen haben kann. Um dem entgegen zu wirken, ist es besonders bei solchen Emails sinnvoll
eine elektronische Verschlüsselung anzuwenden.
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