| |
3
2.1. Angriffe auf DNS
Aufgrund seiner hierarchischen Struktur ist der DNS ein leichtes Ziel für Angriffe. Oft wird
sich dabei die Tatsache zu Nutze gemacht, dass Antworten an die Server noch
Zusatzinformationen enthalten können. Einmal eingeholte Daten bleiben oft sehr lange
gespeichert. Über Anfragen anderer Server können böswillig eingespeiste Daten somit weiter
verbreitet werden. Dem Empfänger steht keine Möglichkeit zur Verfügung die Authentizität
der Antwort auf seine Anfrage zu prüfen. Durch Angriffe können nicht nur Datenströme in
beliebige Bahnen gelenkt werden, sondern auch Informationen über die Struktur des internen
Netzes nach außen gelangen.
2.1.1. DNS Cache Poisoning
Das DNS Cache Poisoning gehört zu einem der beliebteren Angriffe. Hierbei werden im
CNAME Feld eines Domain Name Servers falsche Informationen eingespeist. Normalerweise
dient das Feld dazu, Rechner mit einem schwierigen Namen (z.B. krj34n.seite.de) unter einem
leichter merkbarem (z.B. www.seite.de) anzusprechen. Das DNS Cache Poisoning wird im
folgenden anhand von Abbildung 2 in einer einfachen Variante beschrieben.
Abbildung 2: DNS Cache Poisoning
Dem Angreifer Z gelingt es, dass der Ahnungslose eine Anfrage beim Cache-Server nach ihm
stellt (z.B. durch einen Link auf einer Internetseite). Dieser besitzt keinen Eintrag für Z und
leitet die Anfrage an Z (fungiert hier der Einfachheit halber als Server) weiter. Der Angreifer
verfügt nun über die Möglichkeit zu antworten und noch eine weitere Information mit zu
senden. Diese besagt, dass Server XY ein Spitzname für Angreifers Z sei, und folglich auch
unter der selben IP-Nummer zu erreichen ist. Die Antwort wird also nun vom Cache-Server
an den Ahnungslosen gesandt, und obendrein in seinem Cache gespeichert.
Stellt nun der Ahnungslose eine Anfrage nach XY, so wird er vom Cache-Server die
gespeicherten gefälschten Daten als Antwort erhalten. Der Ahnungslose nutzt diese Daten und
wendet sich nun im Glauben es sei XY an den Angreifer Z.
2.1.2. DNS Spoofing
Eine DNS Spoofing Attacke funktioniert auf ähnliche Weise wie das Cache Poisoning. Ziel
ist es, dass alle Anfragen an einen speziellen Domain Name Server nach einem bestimmten
Domainnamen, die IP-Adresse des Angreifers zurück liefern. Vorraussetzung dafür ist jedoch,
dass der Domain Name Server die Adresse noch nicht kennt, und selbst bei anderen Domain
Name Servern nachfragen muss. Außerdem benötigt der Angreifer eine sogenannte Query-ID,
|  |
|
| |
|
|